Naturerlebnis-Pädagogik

Zukunftsfähig durch Achtsamkeit

Vom Bäume-Umarmen wird die Welt nicht besser, behaupten böse Zungen und stellen damit die Bedeutung der Naturerlebnis-Pädagogik (NEP) in Frage. Studien belegen das Gegenteil. Wer sich als Kind regelmäßig für längere Zeit in der Natur aufhält und dabei positive Erfahrungen macht, wird im Erwachsenenalter eher dazu bereit und fähig sein, zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen. Damit kann das direkte Naturerleben (Bäume-Umarmen) durchaus ein wichtiger Baustein einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sein. Zugleich fördert NEP die körperliche, geistige und seelische Entwicklung des Kindes und ist auch für Erwachsene bedeutsam. Verkürzt könnte man sagen, sie ist gleichermaßen wichtig für den einzelnen wie für den ganzen Planeten.

Sie wurzelt dabei in zwei pädagogischen Konzepten, dem der Erlebnispädagogik nach Kurt Hahn, die die Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen sowie den Gruppenzusammenhalt als Ganzes fördern will und dem der Naturpädagogik, die durch direktes Naturerleben Wissen über Natur und Achtung vor allem Lebendigen vermitteln möchte.

Das Entscheidende aber ist der von Achtsamkeit geprägte Umgang mit sich selbst, mit anderen und mit unserer nichtmenschlichen Mitwelt weltweit, den NEP vermittelt. Dabei hilft sie, das rechte Maß zu finden. Das wiederum ist die Voraussetzung zur Entwicklung einer Suffizienzstrategie im Öffentlichen wie im Privaten, die auf (Selbst)beschränkung setzt - ein Schlüssel zur Lösung unserer drängenden Zukunfts-Probleme. Denn erst das Ende unserer Maßlosigkeit ermöglicht nachhaltige Entwicklung.

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